Bozen, 28. November 2025 – Heute fand im Rosenbach-Saal der Gemeinde Bozen die Tagung „Kinaesthetics im BSB“ statt, ein Tag, der ganz der Vertiefung der Kinästhetik in der Pflege gewidmet war.
Moderiert wurde die Veranstaltung vom Journalisten Piergiorgio Veralli, begleitet von musikalischen Darbietungen des Musikinstituts „A. Vivaldi” aus Bozen, die den Tag musikalisch bereichert haben.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Begrüßungs- und Dankesworten der anwesenden Behördenvertreter: dem derzeitigen amtierenden Direktor des BSB, Dr. Carlo Alberto Librera, Dr. Paola Sperindè, technische Führungskraft des SABES, Dr. Vincenzo Gullotta, Dr. Alessandro Borsoi, Direktor der vier Seniorenwohnheime des BSB und Dr. Matteo Faifer, Abteilungsdirektor der Abteilung für stationäre und teilstationäre Dienste des BSB.
Unter den Anwesenden durfte natürlich auch Dr. Liliana Di Fede, ehemalige Generaldirektorin des BSB, nicht fehlen.
Der erste Vortrag wurde von Dr. Paolo Marabese, Dozent, Ausbilder, Physiotherapeut und Vizepräsident von Kinaesthetic Italia, gehalten, der das Thema „Bewegungskompetenz: neue Perspektiven und neue Paradigmen in der Pflege” vertieft hat.
Im Anschluss daran stellte Dr. Emanuela Garavelli, Kinaesthetics-Lehrerin, Krankenschwester und Präsidentin von Kinaesthetic Italia, zusammen mit Tobia Pergher und Salvatore Rendo, beide Kinaesthetics-Lehrer der Stufe 1, „4 Wohnheime in Bewegung. Lernweg im BSB” vor.
Was genau ist Kinaesthetics?
Die beiden Experten erklären: „Kinaesthetics ist die Lehre von der Bewegung des Körpers und der Wahrnehmung der eigenen Körperbewegungen. Im Gesundheits- und Sozialwesen wird sie bei Menschen angewendet, die Unterstützung bei ihren täglichen Aktivitäten benötigen. In der Praxis zielt die Kinästhetik darauf ab, Beschwerden und Schäden bei Therapeuten oder Pflegekräften, die pflegebedürftige Menschen betreuen, zu reduzieren, ihnen aber auch eine professionelle Methode für den Umgang mit den Pflegebedürftigen an die Hand zu geben. Darüber hinaus soll sie den Patienten helfen, ihre Bewegungsfähigkeiten, auch wenn sie nur minimal sind, optimal zu nutzen”.
Anschließend stellten Emanuela Garavelli und Paolo Marabese die Arbeit der Peer-Tutor-Gruppe Seniorenwohnheim Don Bosco – Nicola La Grotta, Antonella Merotta, Marta Zadorozhna, Irena Dhima, Irina Butha, Luigi De Francesco – mit dem Projekt „Kommunizieren durch Bewegung” vor.
Im Anschluss sprach Dr. Heidrun Gattinger (PhD, RN), Krankenschwester und Gesundheitswissenschaftlerin, Direktorin des Instituts für Angewandte Pflegewissenschaften an der Ostschweizer Fachhochschule (OST), mit dem Beitrag „Entwicklung kinästhetischer Kompetenz in der Langzeitpflege – Ergebnisse einer Begleitbewertung”.
Emanuela Garavelli und Paolo Marabese kehrten auf die Bühne zurück und stellten die Arbeit der Peer-Tutor-Gruppe Seniorenwohnheim Villa Harmonie vor, bestehend aus Roxana Tincu, Daliborka Buljevic und Francisco David Tellez Alvarez: „Minimaler Aufwand, maximale Leistung”.
Es folgte der Beitrag von Sabine Kaserer, Krankenschwester, Kinaesthetics-Lehrerin und Mitglied des Vorstands von Kinaesthetics Italia: „Gemeinsam lernen, über die einzelnen Teile hinaus”.
Emanuela Garavelli und Paolo Marabese waren erneut auf der Bühne, um die Arbeit der Peer-Tutor-Gruppe Villa Europa vorzustellen, bestehend aus Annarita Allegro, Carolina Soledad Gomez Aguirre und Teresa D'Onofrio: „Kinaesthetics: Körper im Dialog”.
Es folgte der Beitrag von Dr. Alberto Conci, Direktor der Provinzschule für Sozialberufe E. Lévinas: „Die Rolle der Provinzschule für Sozialberufe Lévinas in der Region”.
Emanuela Garavelli und Paolo Marabese präsentierten schließlich die neueste Arbeit der Peer-Tutor-Gruppe Villa Serena, bestehend aus Fanny Vasquez, Cristina Pilla, Simone Tucci und Dolores Royero: „Kinaesthetics: die neue Herausforderung – wir ändern das Paradigma”.
Am Ende jedes Vortrags überreichten den Referenten ein von den Bewohnern selbst angefertigtes Geschenk und den Teilnehmern der Arbeitsgruppen die Abschlusszertifikate.
Zum Abschluss moderierte Piergiorgio Veralli einen abschließenden Dialog auf der Bühne mit Dr. Alessandro Borsoi, Dr. Emanuela Garavelli, Dr. Heidrun Gattinger und Dr. Paolo Marabese und beantwortete zahlreiche Fragen aus dem Publikum.
Der Tag, der reich an lehrreichen Beiträgen, Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten war, bot einen umfassenden Überblick über die Zukunftsperspektive der Kinästhetik in der Seniorenpflege und in der täglichen Arbeit der Pflegekräfte.
Zur Mitte der Veranstaltung konnten die Teilnehmer dank des wunderbaren Buffets, das von den Köchen des BSB zubereitet wurde und von allen Anwesenden sehr geschätzt wurde, einen angenehmen geselligen Moment miteinander verbringen.