Sozialbetrieb Bozen 10. - Jubiläum: ''Information für die Prävention''

2009-023 | 08/05/2009


Der B.S.B wurde im Januar 1999 als instrumentelle Körperschaft der Gemeinde Bozen gegründet. Die Hauptaufgabe des Betriebs für Sozialdienste Bozen liegt sicherlich in der Erbringung von Sozialleistungen. In dieser Zeit, in der die Ressourcen der öffentlichen Hand abnehmen, während die sozialen Notlagen immer mehr zunehmen, kommen auch die Aktivierung, Stimulierung und Förderung der Ressourcen der örtlichen Gemeinschaft dazu, die – egal ob Privatperson oder Verein ein gewisses Maß an Verantwortung übernehmen müssen. Heutzutage muss leider die Botschaft vermittelt werden, dass eine öffentliche Körperschaft sich nicht mehr alleine um die vielfältigen Bedürfnisse der Gemeinschaft kümmern kann und dass alle Bürgerinnen und Bürger je nach den eigenen Möglichkeiten die Pflicht haben, selbst am allgemeinen Wohl mitzuarbeiten.
Wir alle haben die Pflicht, Präventionsarbeit für uns selbst und für unser Beziehungsnetzwerk zu leisten. Prävention ist hierbei nicht als rein gesundheitlicher Ausdruck zu verstehen und ist demnach nicht nur auf das körperliche Wohl ausgerichtet: unser Wohlbefinden muss nämlich auch die Sozialsphäre, die persönlichen Beziehungen, die Integration mit dem eigenen Lebensumfeld und mit der Gemeinschaft, die Erziehung, usw., umfassen.

Um Präventionsarbeit leisten zu können, muss man informiert sein.
Information für die Prävention ist gewissermaßen das Leitmotiv der Veranstaltung vom 16. Mai 2009, bei der der B.S.B. am Bozner Waltherplatz und Umgebung die eigenen Dienste vorstellen und durch zahlreiche interaktive Tätigkeiten zeigen wird, wie man für sich selbst und die eigenen Angehörigen und Freunde ein gutes, soziales Wohlbefinden erlangen kann. Zehn Jahre nach den „Sozialtagen“, der großen Messe mit vielen öffentlichen Körperschaften und Organisationen des Sozialen am Waltherplatz, wollen der B.S.B. und die Gemeinde Bozen erneut den Schauplatz der Stadt schlechthin verwenden, um eine eindeutige Botschaft zu vermitteln: wir alle müssen Verantwortung übernehmen und gemeinsam an der Lösung von sozialen Problemen arbeiten, weil wir alle etwas für das Allgemeinwohl tun können.

Am 15. Juni, im Rahmen des B.S.B. Jubiläums,  organisiert die Gemeinde Bozen, Assessorat für Sozialpolitik und Chancengleichheit, die Tagung „Welfare und Wirtschaftskrise: zwischen globalen Szenarien und lokalen Visionen“, in der Aula Ser-D1.02, Freie Universität Bozen, Sernesistraße 1.
Die Tagung möchte eine Gelegenheit bieten, die lokale Situation genauer zu untersuchen und über mögliche Maßnahmen im Bereich der Sozialpolitik zu diskutieren, die die lokale Gesellschaft entlasten.
Wie sieht unsere lokale Realität aus? Welche Maßnahmen im Bereich des Welfare können der Krise entgegenwirken und die Personen unterstützen?


B.S.B. 10.- Jubiläum - Programm

15. MAI 2009
TAGUNG: „WELFARE UND WIRTSCHAFTKRISE: ZWISCHEN GLOBALEN SZENARIEN UND LOKALEN VISIONEN“
Aula Ser-D1.02 Freie Universität Bozen, Sernesistraße 1

09:00 Begrüßung Luigi Spagnolli, Bürgermeister der Stadt Bozen, Patrizia Trincanato, Stadträtin für Sozialpolitik und Chancengleichheit, Gemeinde Bozen
09:15 Einführung: "Das neue globale Szenario - Auswirkungen auf das Soziale"
Walter Lorenz, Rektor der Freien Universität Bozen
09:40 "Aktuelle sozialpolitischen Tendenzen in Europa"
Susanne Elsen, Dekanin der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften - Hochschule München
10:10 "Konkrete Maßnahmen gegen die Krise auf nationaler Ebene"
Stefano Sacchi, Abteilung für Arbeitswissenschaften und Welfare - Universität Mailand
10:40 Coffee Break
11:00
"Das sozioökonomische lokale Umfeld"
Stefano Perini, Direktor des Amtes für Wirtschaftsinformation, Statistik und Preise - WIFO Handelskammer Bozen
11:20 "Aus dem Blickwinkel der Sozialdienste"
Bruno Marcato, Direktor des Betriebes für Sozialdienste Bozen
11:40 Runder Tisch mit:
Barbara Repetto
, Landesrätin für Arbeit - Autonome Provinz Bozen
Florian Zerzer, Ressortsdirektor für Familie, Gesundheit und Sozialwesen - Autonome Provinz Bozen
Silvano Baratta, Stadtrat für Innovation und Arbeit, Gemeinde Bozen
Patrizia Trincanato, Stadträtin für Sozialpolitik und Chancengleichheit, Gemeinde Bozen
Toni Serafini, Landessekretär SGK-UIL
Mauro Randi, Direktor der Caritas
Paolo Tanesini, Präsident des Landesverbandes der Genossenschaften
Alberto Stenico, Präsident des LegaCoopBundes
Artan Mullaymeri, Präsident des Gemeindebeirates für AusländerInnen
Michele Libori, Bezirksvertreter Stadt Bozen - Unternehmerverband
Moderator Paolo Campostrini, Journalist
12:45 Abschluss
Die Tagung richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Anmeldung unter: office@artlink.it
Tel. 0471 673070 - Fax 0471 665369
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.



16. MAI, WALTHERPLATZ - Platz vor dem Cafè Domino
Von 14.00 bis 19.00 Uhr

Wer ist der BSB?
Entdecke an unseren Informationsständen die vielen Gesichter des Sozialwesens: mittels Spiele, Fragebögen, Werbegeschenke* und Filme. Lerne das Angebot der wichtigsten Dienste des BSB kennen: Minderjährige, Familien und Frauen – Senioren – Menschen mit Behinderung und/oder in psychischer Notlage – soziale Integration.

BSB = Wohltuende Gaumenfreuden
Der Mensadienst bereitet Süßspeisen und Kuchen für alle vor: gesunde Gaumenfreuden zum Naschen und Genießen. Unterstützt von der Kaffee-Ecke der Sozialgenossenschaft Aquarius.*
BSB = Grenzenlose Kreativität
In den Geschützten Werkstätten werden Designobjekte und Möbelstücke kreiert: Teppiche, Dekorationsartikel aus Holz und Keramik, Stoffe… Eine Welt voller Farben und Formen, die an unserem Ausstellungsstand und in unseren Verkaufsstellen entdeckt werden kann.
BSB = Kreativität kennt kein Alter
Ton und Keramik als Ausdrucksform für Kreativität und Phantasie auch im hohen Alter! Gestalte auch du dein persönliches Objekt in Keramik! In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gräfin Lene Thun.
BSB = Gartenarbeit als Therapie
Gartenarbeit mit therapeutischer Wirkung: die Gärten des BSB voller Düfte und Gerüche zur Erholung der Senioren… Erkennst du die Kräuter an ihrem Geruch? Probier es im Garten auf dem Waltherplatz aus und nimm als Geschenk deine aromatische Pflanze mit nach Hause.
BSB = Das Reich der Kinder
Spiel und Spaß in der Kinderecke, betreut von den Erzieherinnen der Kinderhorte. Alle Kinder können gemeinsam mit den Erzieherinnen spielen und die Eltern sich informieren … Ausgestattet mit einer Still- und Wickelecke, wo eine nahrhafte Jause aus Obst und Joghurt wartet.*
BSB = Unbeschwerte Kindheit
Mit dem Puppentheater „Der Pinguin Leo“ wird Kindern ein Weg aufgezeigt, sich gegen mögliche Übergriffe zu wehren.
Betreut von der Sozialgenossenschaft Sonnenschein. Für Kinder zwischen 5 und 7 Jahren. Aufführung in italienischer Sprache um 15 Uhr, in deutscher Sprache um 16 Uhr.
BSB = Suchtprävention
„AHA – Alternative Happy Hour“ – von 17.00 bis 18.00 Uhr alkoholfreie Cocktails für alle! In Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Papperlapapp soll Jugendlichen ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol vermittelt werden.
BSB = Mobile Betreuung
Lerne das Wohnmobil der Vereinigung Volontarius kennen. Ansprechpartner für Menschen, die ohne festen Wohnsitz am Rande der Gesellschaft leben: mit Beistand, einem offenen Ohr, Unterstützung und Begleitung.

von 14.00 bis 19.00 Uhr
Vintlerstraße Seniorentagesstätte
BSB = Pflege der Senioren
Die Kunst des Alterns oder altern mit Würde: motorische Übungen, Tanz und Spiel für Senioren, begleitet von einer
Fotoausstellung zu den Meeraufenthalten, die vom BSB organisiert werden. Umtrunk um 18 Uhr.

von 17.00 bis 19.00 Uhr
Pfarrplatz - Frauencafè Plural
BSB = Frauenbilder
„Zwischen Traum und Realität“
– eine Fotoausstellung von Frauen, die in Frauenhäusern und geschützten Wohnungen leben: kreative Vergangenheitsbewältigung für eine bessere Zukunft.
Von 16. bis 22. Mai.
*Solange der Vorrat reicht.

17.00 Uhr – Waltherplatz
Prämierung des Siegers des Ideenwettbewerbs „Die soziale Verantwortung im BSB“, der sich an alle Angestellten des Betriebes richtet.

UM 18.00 UHR - ERINNERUNGSFOTO MIT T-SHIRT DES B.S.B.

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